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Xylit oder Erythrit – Was ist besser?

Ob Xylit oder Erythrit besser ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beides sind natürliche Zuckeralkohole, die gesünder als Zucker sind, sich aber voneinander unterscheiden. Je nach Art und Grund der Anwendung ist der eine oder der andere Zuckerersatz vorzuziehen.

Xylit oder Erythrit – Die Unterschiede in der Übersicht

AuswirkungenXylitErythrit
kcal pro 100 Gramm30020
Süsskraftwie Zuckeretwa 75% der von Zucker
Herstellungaus Baumrinde
oder Maiskolben
natürliche Fermentation von Glucose
glykämischer
Index
70
Blutzucker
leichter Anstiegkeine
Verdauung

anfangs evtl. leichte Beschwerdensehr gering
Zahngesundheitkeine Schädigung
reduziert Karies und Plaque
keine Schädigung
Fructoseintoleranznicht bei gestörtem
Glykogenstoffwechsel
keine Probleme bekannt
zum Backengut geeignetkann kristallisieren
für Süßspeisengut geeignetgut geeignet
Eis sehr cremig
für Marmeladegut geeignetnicht geeignet
für Getränkegrößere Mengen lösen sich in Kaltgetränken nicht so gut
Achtung!nicht an Hunde, Kaninchen,
Rinder oder Ziegen füttern
tödlich für Fruchtfliegen
Zusatznutzenreduziert das Risiko von Ohreninfektionen,
erhöht Aufnahme von Kalzium im Verdauungssystem
fängt freie Radikale
antioxidative Wirkung
auch bekannt als
Birkenzucker
Xucker
Xucker light
Sukrin

Xylit oder Erythrit – Die Unterschiede im Einzelnen

Beide haben eine natürliche Basis.  Echtes finnisches Xylit wird aus dem Holzzucker von Buchen oder Birken gewonnen, weshalb es auch Birkenzucker genannt wird. Da die Zahl der Bäume beschränkt ist und die Nachfrage steigt, wird es auch aus Maiskolbenresten hergestellt. Geschmacklich ist kein Unterschied vorhanden. Durch die Vermischung der Rinde oder der Maiskolben mit Wasser löst sich das langkettige Holzzucker-Molekül Xylan. Daraus wird die Xylose isoliert, gereinigt und konzentriert bis kristallines Xylit überbleibt.

Erythrit wird durch die Vergärung von Traubenzucker (Glucose) gewonnen. Der Stärke aus Weizen oder Mais werden natürliche Hefepilze zugesetzt, wodurch die Glucose fermentiert. Das Gemisch wird gekocht, gereinigt und gefiltert, bis nur noch Kristalle über sind.

Beide Stoffe sehen aus wie Haushaltszucker und schmecken auch so, manche Menschen empfinden Xylit ein wenig fruchtiger. Die Süßkraft ist unterschiedlich. Um 100 Gramm Zucker zu ersetzen brauchst du genau so viel Xylit, aber 120 bis 130 Gramm Erythrit.

Xylit oder Erythrit –  Verträglichkeit?

Da beides Zuckeralkohole – ohne betrunken machendes Ethanol – sind, haben sie weniger Kalorien und weniger Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel als Zucker.  Xylit hat 40% weniger Kalorien und Erythrit nahezu 100 % weniger.

 xylit oder erythritNicht nur die Kalorienzahl ist bei Erythrit niedrig, sondern ebenso der glykämische Index (GI), er beträgt null. Dies bedeutet, der Blutzuckerspiegel steigt nicht an, der Insulinpegel ändert sich nicht.

Ein Drittel des Xylits wird im Darm zu Glucose umgewandelt, deshalb steigt der Blutzucker ein wenig an, allerdings nicht so rasant wie bei Haushaltszucker.  Der GI liegt bei 7, es wird nur wenig Insulin gebraucht, um den Blutzucker wieder zu senken.xylit oder erythrit

Die Verstoffwechslung

Beide Zuckeralkohole sind auch in größeren Mengen unbedenklich.  Erythrit wird zu über 90 % nicht verstoffwechselt, sondern vom Dünndarm an die Nieren abgegeben und unverändert ausgeschieden. Verdauungsbeschwerden bleiben somit aus.  Die restlichen knapp 10% werden vom Körper wie Ballaststoffe behandelt.

Beim Umstieg auf Xylit muss sich der Körper erst daran gewöhnen. Deshalb solltest du zunächst nicht mehr als 4 Teelöffel zu dir nehmen. Nach einigen Tagen verträgt der Körper mehr und reagiert nicht mit Blähungen und Bauchgrummeln. 100 Gramm Xylit täglich wird nach der Eingewöhnungsphase von Erwachsenen gut vertragen, Kinder bis 12 Jahre die Hälfte.  Auf die Blutfettwerte hat Birkenzucker keinen Einfluss, da es als Leberstärke eingelagert wird und bei Bedarf als Glucose an das Blut abgegeben wird.

Deshalb sollte bei einer Fructoseintoleranz, die mit einer Störung des Glykogenstoffwechsels einhergeht, auf Xylit verzicht werden. Dies gilt auch bei Fruktose-Malabsorptionsstörung. Erythrit ist hier eindeutig vorzuziehen, da es keine Probleme verursacht.

Beide Zuckeralkohole tragen zur Zahngesundheit bei, sie können von Kariesbakterien nicht verstoffwechselt werden. Folglich entsteht keine Säure und der ph-Wert bleibt normal. Zusätzlich fördert Xylit die Remineralisierung der Zähne, bereits 5 – 7 Gramm täglich reichen zur Prophylaxe.


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Hunde können Xylit nicht verstoffwechseln, bereits eine geringe Dosis kann für sie tödlich sein. Dies gilt ebenso für Kaninchen, Rinder und Ziegen. Jedoch nicht für Katzen, ihnen hilft eine Prise Xylit im Trinkwasser gegen Zahnstein. Erythrit ist nicht schädlich für Tiere und die erste Wahl bei Hunden im Haushalt.

Xylit oder Erythrit –  Verwendung?

Beide Zuckerersatzstoffe sind hitzebeständig und eignen sich zum Einsatz in der Küche, mit einigen Einschränkungen.

Backen mit Xylit und Erythrit

Erythrit neigt beim Auskühlen eines fettreichen Mürbe- oder Rührteigs zum Kristallisieren, es kann ein wenig zwischen den Zähnen knirschen. Wenn du dies nicht magst, kannst du Puderzucker aus Erythrit verwenden oder zu einer Mischung aus je 50 % Xylit und Erythrit greifen.

Gibt dein Kuchenrezept 100 Gramm Zucker vor, ersetzt du es durch etwa 125 Gramm Erythrit, es erhöht sich das Volumen der trocknen Bestandteile. Damit der Kuchen nicht trocken wird, ist es empfehlenswert das Volumen der feuchten Zutaten um etwa 20 % zu erhöhen, zum Beispiel ein Ei mehr oder einen höheren Milchanteil.

Xylit kristallisiert nicht, ersetzt den Zucker 1 zu 1 und ist ebenfalls in einer Puderzucker-Variante erhältlich. Im Gegensatz zu Erythrit karamellisiert es, allerdings dauert es gute 5 Minuten bei über 100 Grad.

Hefeteige funktionieren grundsätzlich mit Zuckeralkoholen, brauchen jedoch ein wenig mehr Gehzeit. Die Hefen sind in der Lage ihre Nahrung aus dem verwendeten Getreide zu beziehen.

Marmelade, Getränke und Süßspeisen

Marmelade lässt sich problemlos mit Xylit und Pektin oder einer fertigen Gelier-„Zucker“ Mischung herstellen. Dieser selbst gemachte Fruchtaufstrich hält sich genauso lange wie Zuckerkonfitüre. Prinzipiell kann Marmelade auch mit Erythrit produziert werden, sie kristallisiert jedoch.

Wer viele süße Getränke konsumiert, sollte wegen eventueller Verdauungsproblemen zu Erythrit greifen. Allerdings mehr als 100 Gramm passen nicht in einen Liter Kaltgetränk, da es sonst zu kristallisieren beginnt.

Für Süßspeisen sind beide Stoffe geeignet. Speiseeis mit Erythrit bleibt cremiger, mit Xylit wird es fester.

Zuckerfreies Vanilleeis

Du brauchst:

  • 90 Gramm Xylit oder 110 Gramm Erythrit
  • 300 Gramm Sahne
  • 3 Eigelb
  • etwas Vanillemark

Eigelb mit Xylit schaumig rühren. Vanille dazu geben und die aufgeschlagene Sahne unterheben. Für mindestens 4 Stunden in das Gefrierfach stellen.


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Xylit oder Erythrit – Ein Fazit der Vor- und Nachteile

Xylit Vorteile

  • ersetzt Zucker bei allen Rezepten 1:1
  • aktiver Schutz vor Karies
  • 40% weniger Kalorien als Zucker

Erythrit Vorteile:

  • keine Verdauungsbeschwerden
  • keine Auswirkungen auf Blutzucker
  • geeignet bei Fructoseintoleranz
  • 98 % weniger Kalorien als Zucker

Xylit Nachteile:

  • kann anfangs zu Blähungen führen
  • nicht für Fructoseintoleranz geeignet
  • leichter Anstieg des Blutzuckers,  GI 7

Erythrit Nachteile:

  • kristallisiert bei fettreichen Teigen
  • bei der Dosierung muss umgerechnet werden
  • für Marmelade weniger geeignet

Erythrit oder Xylit ? Erythrit ist gut verträglich, auch bei Fructoseintoleranz, hat keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und die Kalorienbilianz., aber es kann kristallisieren. Mit Xylit kannst du einfacher dosieren und deine Zähne zusätzlich vor Karies schützen, aber es kann anfänglich zu Blähungen führen.


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