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Isoglucose – Maissirup

Bisher spielte die vor allem aus gentechnisch veränderten Mais hergestellte Isoglucose in der EU eine geringe Rolle. Der Anteil des Zuckerkonzentrats aus Maisstärke war auf dem europäischen Zuckermarkt auf maximal 5 % limitiert. Diese Grenze fiel am 1. Oktober 2017 , nun sind bis zu 50 % erlaubt.

Erwartet wird, dass der bisher auf 700.000 Tonnen gedeckelte Anteil auf 20 Prozent steigen wird. Knapp 3 Mio Tonnen Isoglucose werden unsere Lebensmittel versüßen.

Was bedeutet diese Liberalisierung des Zuckermarktes für deine Gesundheit?

Was ist Isoglucose?

Isoglucose – auch bekannt als high fructose syrup oder Maissirup – wird enzymatisch aus der Stärke von Mais hergestellt. Die pflanzliche Stärke wird in ihre verschiedenen Zucker – Glucose und Fructose – aufgespalten.

Mit Hilfe von Enzymen wird dabei ein Teil der Glucose in Fructose umgewandelt. Die Enzyme sind zu fast 100 % aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen.

Der so gewonnene Sirup besteht üblicherweise 55 % Fructose. Gesüßt werden damit hauptsächlich Getränke, Süß- und Backwaren und Milchprodukte. In seiner besonders süßen Variante hat er einen Fructose-Anteil von 90 % und wird als süße Verführung in „Light-Produkten“ eingesetzt.

Je höher der Fructoseanteil ist, um so süßer ist der Sirup. Bei einem Fructose-Gehalt bis 50 % wird die Isoglucose als Glukose-Fruktose-Sirup bezeichnet, bei mehr als 50 % findest du sie unter Fructose-Glukose-Sirup in der Zutatenliste.

In den USA, Kanada und Mexiko wird Isoglucose überwiegend aus Gen-Mais hergestellt. In den USA hat sich der Verbrauch zwischen 1970 und 1990 um mehr als 1000 Prozent erhöht, gleichzeitig stieg die Zahl übergewichtiger Amerikaner. Seit 2000 sinkt der Verbrauch aufgrund der gesundheitsschädigenden Wirkung.

Höchste Zeit neue Märkte mithilfe des Freihandelsabkommens zu erschließen. Da trifft es sich gut, dass hierzulande der Zucker immer mehr in die Kritik gerät. Was spricht also dagegen auf Maissirup umzusteigen?

 

Die Vor- und Nachteile von Isoglucose

Der entscheidende Vorteil liegt im Profit. Die gefährliche Industriesüße lässt sich 40 % günstiger herstellen und einfach und schnell im Labor anrühren.

Im Prinzip macht der Sirup genauso krank wie Zucker. Aufgrund des hohen Fructose-Gehalts von bis zu 90 %, geht dies allerdings erheblich schneller. Unser Gehirn ist nicht in der Lage auf die Botenstoffe der Monosaccharide zu reagieren, es stellt sich kein Sättigungsgefühl ein. Du wirst unbefriedigt und ungehemmt zulangen.

Als in den 70er Jahren in den USA Haushaltszucker durch Maissirup ersetzt wurde, stieg die Fettleibigkeit nicht nur unter Kindern massiv an. Dank dieses Bonbonsirups wird demnächst die Fettleber im Kindergartenalter keine Seltenheit und Diabetes im Grundschulalter normal sein.

Wie du Isoglucose in Lebensmitteln erkennst

Für den Industriesirup besteht keine einheitliche Kennzeichnung. Er verschleiert sich z.B. als Glukose-Fruktose-Sirup oder High Fructose Corn Sirup (HFCS).

Maissirup-IsoglucoseGerne versteckt sich der Sirup auch unter den Namen Stärkesirup, Bonbonsirup, Corn Sirup, Maissirup oder Maiszucker. Per gesetzlicher Definition sind die sogenannten Polysaccharide wie Glukosesirup kein Zucker. Deshalb dürfen damit gesüßte Produkte das Prädikat „zuckerfrei“, „zuckerarm“ oder „Mit der Süße aus Früchten“ tragen.Isoglucose

Turbozucker Isoglucose – Fazit

Für die internationalen Lebensmittelkonzerne brechen durch den Wegfall der Quote goldene Zeiten an. Die billige Industriesüße wird den europäischen Markt überschwemmen. Der Verdrängungswettbewerb hat bereits begonnen, wie vom Thünen-Institut prognostiziert, sind die Zuckerpreise an der Börse seit Oktober 2016 um 40 % abgestürzt.

Gesundheitsfragen spielen in der Finanzwelt keine Rolle. Unser Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft gab erst nach massiver Kritik eine Studie zur Auswirkung von Isoglucose auf den Körper in Auftrag. Diese kam zu dem Schluss: „Isoglucose schadet der Gesundheit des Menschen nicht mehr als andere zugesetzte Zucker (Saccharose)“. Getestet wurden dabei relativ geringe Mengen zugesetzter Fructose.

Eventuell werden die Auswirkungen nach einer gewissen Laufzeit erneut überprüft. Bis dahin gilt, lass die Finger davon.

 

Mehr Informationen: Fructose ist nicht gleich Fructose